Conrail Helper Unit

Wie in USA üblich, werden schwere Züge entweder in der Zugmitte, oder am Ende, von sogenannten Helper-Units
unterstützt. So ein Teil brauche ich noch für meinen Ore-Train. Ich wollte allerdings einen Dummy, der am Zugende so tun soll als ob.... 
Und dazu eine gekaufte Lok zurückzubauen find ich blöd. Da ich gerne bastle habe ich halt mal losgelegt. 

Zur Erinnerung - hier die fertig gealterte NW2, die meinem Dummy als Vorlage diente:



Ein Arbeitskollege hatte vor Jahren aus einer NW2 Kuh eine deutsche Diesellok gebaut und ich habe das Cab
bekommen. Aus einem Alublech wurde die Bodenplatte gefertigt:



Aus Plexiglas wurde die Hood gebastelt.


Was der Kühlergrill (links) einmal war, weiß ich nicht mehr, aber das Ding sieht gut aus.
Sonst kommt alles mögliche aus der Bastelkiste zum Einsatz. 0,2mm Styrene fand als Türen Verwendung.


Lustig war, das damals Kollege Erhard von den Spaßbahnern an einer ähnlichen Geschichte arbeitete

Hier die fast fertige Haube. Die schwarzen Lüftungsgitter stammen von einer Doppel-CD-Box.



"Conrail-Blau" Wink aus der Sprühdose vom Baumarkt rundet das Zwischenergebnis ab.


Für die Pilots (Pufferbohle) und die Aufstiege kommt wieder Plexi zum Einsatz


Die Geländer sind etwas grobschlächtig, aber stabil. Hier fanden Kleiderbügel aus
der Reinigung eine zweite Verwendung. Das löten erwies sich aber als nicht ganz einfach.


Die Decals werden aufgebracht (Spur 0 Decals von Microscale). Da die Farbe von Hause aus hochglänzend ist, muß man nichts weiter beachten. Bei Matten Farben, bzw. direkt auf das Plastik, muß man vorher die zu beschriftenden Stellen hochglänzend spritzen.


Zahnstocher und Nähnadeln sind hilfreiche Werkzeuge um das Decal Auszurichten und grob in die Struktur einzuarbeiten.
Microsol macht das Decal weich und es zieht sich fast von alleine in die Struktur.


Die Decals sind getrocknet und die Lok wurde hochglänzend übersprüht. So ist das Decal "ge'sandwicht"
(klasse Wort). Während die Schutzlackierung trocknet widmen wir uns der Kupplungsfrage.

Der Pilot (Pufferbohle) wurde entsprechend ausgefräst um eine Kadee-Kupplung aufnehmen zu können.

Schön zu sehen, meine damals behelfsmäßige Fahrgestellbefestigung, die zwischenzeitlich gegen ein
entsprechendes Ersatzteil von USA-Trains ausgetauscht wurden.Die Räder nehmen Strom auf und geben diesen über Metallhülsen in der Achsaufnahme weiter.
Anzumerken ist, dass die Achse in der Mitte geteilt ist (also unter dem Zahnkranz). Das ist von Haus aus so....
Ich habe das im Original belassen, da ich ja für den Funktionsdekoder Strom im Dummy brauche....


Der erste Rolltest - nicht vergessen, es handelt sich hier gewollt um einen antriebslosen Dummy - Lok wird gezogen....


Und jetzt kamm die "Sauerei" wie meine Frau das immer nennt. Warum ich mir Anfangs immer die Mühe mache, die Farbe so nah wie möglich an das Original zu bringen, wenn man doch nach dem "weathering" eh fast nix mehr davon sieht.......
Erste Details waren bereits zu erkennen. Die Trittbretter sind übrigens Messing-Fliesenkanten. Davor / Danach - bzw. im Bild verkehrt herum.


Und so sieht es im Ganzen aus - die grauen Flecken sind übrigens die erste Komponente des "Rostmittels". Die wenigen noch ersichtlich blauen Flecken sollen Reparaturstellen andeuten.
Gans scheij dreggerd - vielleicht ein Touch zuviel.....


Und hier noch wie ich die Tanks gemacht hatte. In der Elektroschrottkiste fand ich einen Zusatzlautsprecher einer Stenorette. Dieser wurde mit Plexiglas eingehaust. Die Kessel auf der Seite sind ein halbiertes Kabelrohr aus Plastik, das Styrenedeckel bekommen hat. Die Streben sind Plastikprofil, das ich von einer "HO-Baustelle" übrig hatte.
Rechts im Bild das besagte "Rostmittel"


Wie ging's weiter......

Arrow Die grauen Stellen wurden mit der zweiten Komponente eingepinselt und rosteten dann.
Arrow Die Drehgestellhalterung wurde überarbeitet.
Arrow obwohl ein Dummy, bekamm die Lok einen (Funktions)dekoder für Licht und Sound.
Arrow Jetzt sollte mal beginnen, die dazugehörigen 17 Erzwagen zu altern.........

Fertig: