Ditchlights für wenige Cent....

Ich wurde schon mehrfach gefragt, wie ich meine Loks nachträglich auf Ditch Lights aufgerüstet habe.
Die ersten Versuche waren zusätzlich angebrachte Scheinwerfer der LGB 2090. Das sah dann auch entsprechend klobig aus:
 


Der nächste Versuch war mit Kunststoffplatten ein Gehäuse zurechtschneiden und kleben, das entfernt an einen Starenkasten erinnerte:
Bild kommt noch

Optisch ganz zufrieden war ich mit den Bausätzen von Ozark (z.B. hier) , die aber beim festeren Zugreifen schon mal leicht abbrechen:
 


Beim stöbern im Pollin-Katalog sind mir dann vor längerem 9V Batterieclips (die hier) für Leiterplatten aufgefallen - das sind die optimalen Low-Cost-Ditch-Lights.
10 Clips, wovon man eigentlich nur 5 - die für den Batterie Pluspol - davon verwenden kann, für grade mal 60 cent.
 


Wie geschrieben ist eigentlich nur der runde Clip des Pluspols verwendbar. Die Ösenniete hatte ich abgeschliffen, so dass der Ring von der Halterung entfernt werden kann:
 



 
Sowohl Halterblech, als auch den Ring bohre ich auf 3mm auf. die LED wird von hinten durchgesteckt:
 


 
Die Lötfahnen (hier als Füßchen bezeichnet) feile ich auf 1,5mm zurück. LED, Halterblech und "Reflektor"ring werden mit Sekundenkleber zusammengefügt:
 



 

Die Bodenplatte der gewünschten Lok (hier eine LGB Alco) wird ensprechend den Füßchen durchbohrt und leicht eingefräßt:
 



 

Das sieht dann von oben (hier noch ohne LED und Reflektorring) so aus:
 



 

Und von unten so. Die Füßchen wurden umgebogen und verschwinden in der Ausfräßung:
 



 

Und hier das fast fertig montierte Ditchlight:
 



 

Was nun noch zu machen ist, die Verkabelung der LED nach unten durchziehen, hierzu hinter dem Ditchlight ein Loch in die Bodenplatte bohren. Das Ditchlicht selbst, bzw. die Halterung in der gewünschten Farbe lackieren, der "Chromring" bleibt silber. Der Blinkeffekt ist ein Wechselblinkerbaustein. Den gibt es bei Pollin, Conrad oder auch bei Tams.....


 


 

Photos: ©2011 Peter Hassler - Stand 21.09.2011