.



Angeregt durch die Vorschläge des Herrn Dr. Hollander, Präsident der Niederländischen Staatsbahn, entstand im Jahre 1954 aus dem Verbund der SBB, der NS, SNCB, SNCF, CFL und DB die Trans-Europ-Express-Commission.
Idee war ein europaweit einheitlicher Wagenpark für dieselgetriebene Fernverkehrszüge. Wegen unterschiedlicher Meinungen konnten sich die Mitglieder der Commission jedoch lediglich auf die einheitliche bordeauxrot/beige Lackierung und das gemeinsame TEE-Logo einigen.
Lediglich die Schweizer Bundesbahnen und die Niederländische Staatsbahn wurden sich einig und realisierten einen gemeinsamen Wagenpark. Auf der Strecke Zürich – Amsterdam fuhren ab 1957 die SBB/NS TEE mit je einem Motorwagen (RAm/DE) mit Gepäckabteil, zwei Reisezug-Leichtstahlwagen nach schweizer Planung und einem Steuerwagen mit Personenabteil.
Bereits ab 1964 sank der Stern dieser holländisch/schweizer Vorzeigezüge als sie auf der Strecke Paris/Amsterdam von französischen, Lokbespannten Zügen, abgelöst wurden.
Ein schweres Zugunglück mit 26 Toten am 09.02.1971 bei Aitrang/Allgäu, beendete auch in Deutschland den Einsatz. Im Mai 1974 kam dann das endgültige Aus und der Traum des Herrn Dr. Hollander wurde auf das Abstellgleis geschoben.
Zwei Jahre standen die verbliebenen vier TEE Einheiten bis sie im Jahr 1976, über den großen Teich nach Kanada verkauft, bei der ONTARIO NORTHLAND (ONR) wie Phönix der Asche entstieg und eine Wiedergeburt als der „NORTHLANDER“ erfahren durften.
Acht Jahre später wurden die, in die Tage gekommenen Maschinenwägen durch Lokomotiven der amerikanischen Bauart FP7  vom EMD ersetzt. (Ende der Phase 1 und Beginn Phase 2)
Und hier kommt nun „mein“ Northlander in Szene. Ich versuche einen typischen Northlander in der Zeit zwischen 1984 und 1994, bis zur entgültigen Ausmusterung der schweizer/holländischen Wägen, nachzustellen.
Das einzige was es, meines Wissens nach, hierzu auf dem Markt gab ist das Produkt eines bekannten Göppinger Modelleisenbahnherstellers, der sowohl den Phase 1 als auch den Phase 2 Northlander in limitiert Auflage im Programm hatte.
Nützt nichts – ich bin Gartenbahner – also muss man selbst kreativ werden.
Hier nun die Schritte von der LGB New York Central F7 und dem Personenwagen der MOB, bzw. Räthischen Bahn, zur FP7 und TEE Wagon der ONR:

.

Stufe 1 - zerlegen der Basismodelle.
.
...hier nochmal die zu lackierenden Teile von oben...
.
Stufe 2 - grundieren der Einzelteile.
Anschliessend wurde alles nochmals glatt geschliffen.
.
Stufe 3 - auftragen der gelben Farbe.
.
Stufe 4 war das "abmaskieren" und sprayen mit der hellblauen
Farbe. Auf diesem Bild die Vorbereitung zu Stufe 5.
.
Stufe 5 - aufbringen der dunkelblauen Farbe.
.
Nach dem Zusammenbau der F7 A-Unit sieht das Teil schon
fast aus wie das Original. Das Blitzlich verfälscht allerdings
etwas die Farben.
.
Und hier nun die Lok und der erste Wagen mit Beschriftung.
Ein paar Anbauteile fehlen noch. 

Probleme bereitet mir nun der Bau des RAm Steuerwagens. Als Basis soll hier wieder ein LGB Wagen dienen, der eben auf irgendeine Weise die charakteristische Nase bekommen soll.
Wem hierzu etwas einfällt (über Schnitzen, Fräsen, Modellieren wurde schon nachgedacht...), ich bin für jeden Tipp dankbar, der möge mir doch bitte seine Gedanken mitteilen:

 

Nachwort:
Die in Kanada abgestellten letzten TEE Wägen wurden in einer spektakulären Aktion nach Europa zurückgebracht, wo sie von Ihrem neuen Besitzer, der Schweizer TEE-Classics, wieder in ihren Ursprungszustand zurückversetzt hätten werden sollten. 
Vorübergehend stand der Northlander im Juni 1999 im benachbarten Hersbruck:
Der Steuerwagen des TEE/Northlanders im Juni 1999 in Lauf bei Nürnberg. Foto - © 1999 Manuela Hassler
Ich hatte mich gefreut, das sich die Leute von TEE-Classics dazu entschlossen hatten den „TEE-NORTHLANDER“ in seinem letzten Livree zu belassen.
Da die Schweizer TEE Freunde nun den ganzen Zug an das Holländische Gegenstück verkauft haben (Stand 4/2006), hoffe ich mal in diese Richtung weiter........
Es wäre Schade, wenn dieses kontinentverbindende Unikat von der Bildfläche verschwinden würde.
.

.



Hinweis - Wenn Sie nicht über www.peter-hassler.com hierher geraten sind:
Diese Seite ist ein Teil der Homepage von Manuela & Peter Hassler - mit weiteren Bildern zum Northlander.
.

Modellphotos: ©1999-2017 Peter Hassler - Aktualisiert am: 12.08.2017